Dämmerschlaf und Narkose

Bei längeren oder belastenden Eingriffen kann ein Dämmerschlaf oder eine Vollnarkose die Behandlung erleichtern. Ob und welche Form medizinisch sinnvoll ist, wird vor jedem Eingriff sorgfältig geprüft. Bei PAR werden beide Verfahren in vier voll ausgestatteten OP-Sälen unter fachärztlicher Aufsicht durchgeführt.

Das Wichtigste im Überblick

Hier finden Sie die wichtigsten Punkte zu Dämmerschlaf und Narkose auf einen Blick.

01
Worum es geht

Beim Dämmerschlaf werden Sie über ein Medikament tief entspannt, atmen selbstständig und sind ansprechbar. Bei einer Vollnarkose werden Sie in einen tieferen, kontrollierten Schlaf versetzt — die Atmung wird dabei unterstützt.

  • zwei Verfahren
  • selbstständige oder unterstützte Atmung
  • beides in der Praxis möglich
02
Wann sinnvoll

Dämmerschlaf oder Narkose können sinnvoll sein bei längeren Eingriffen, ausgeprägter Behandlungsangst oder besonderen medizinischen Situationen.

  • längere Eingriffe
  • Behandlungsangst
  • besondere Situationen
03
Was das Ziel ist

Ziel ist eine ruhige Behandlungssituation, in der der Eingriff sicher und ohne unnötige Belastung ablaufen kann.

  • ruhiger Ablauf
  • weniger Belastung
  • sichere Durchführung
04
Was Sie wissen sollten

Welche Form sinnvoll ist, hängt von Eingriff, Gesundheitssituation und persönlichem Wunsch ab. Wir klären das vor dem Eingriff.

  • Eignung prüfen
  • nicht immer möglich
  • Vorbereitung nötig

Wann Dämmerschlaf oder Narkose sinnvoll sein kann

Beide Verfahren kommen vor allem dann infrage, wenn ein Eingriff länger dauert oder eine besondere Belastung darstellt.

Dämmerschlaf oder Narkose können sinnvoll sein:

Bei längeren oder umfangreicheren Eingriffen
Bei ausgeprägter Behandlungsangst
Bei einem starken Würgereiz
Bei besonderen medizinischen Situationen, in denen lokale Betäubung nicht ausreicht

Vorher wichtig zu klären ist:

Allgemeine Gesundheitssituation und Vorerkrankungen
Aktuell eingenommene Medikamente
Nüchternheit vor dem Eingriff
Begleitperson für den Heimweg — kein eigenes Auto, keine Teilnahme am Straßenverkehr

So läuft die Behandlung ab

Von der ersten Eignungsprüfung bis zur sicheren Nachsorge läuft der Ablauf in mehreren Schritten ab — bei Dämmerschlaf wie Vollnarkose ähnlich.

01
Vorgespräch und Eignungsprüfung

Im Vorgespräch klären wir Ihre Gesundheitssituation, aktuelle Medikamente und prüfen, welche Form — Dämmerschlaf oder Vollnarkose — für Sie sinnvoll und möglich ist.

02
Vorbereitung am Behandlungstag

Am Behandlungstag kommen Sie nüchtern und in Begleitung. Vor dem Eingriff klären wir letzte Fragen und bereiten alles vor.

03
Sedierung oder Narkose und Eingriff

Sie erhalten die Medikamente über einen Zugang in eine Vene (intravenöser Zugang). Während des gesamten Eingriffs werden Atmung, Puls und Kreislauf medizinisch überwacht.

04
Aufwachphase und Heimweg

Nach dem Eingriff bleiben Sie unter Beobachtung in der Praxis, bis die Wirkung sicher abgeklungen ist. Nach einer Vollnarkose ist diese Phase länger als nach einem Dämmerschlaf. Den Heimweg treten Sie in Begleitung an.

Wichtig zu wissen

Beim Dämmerschlaf erhalten Sie ein Beruhigungsmittel über einen Zugang in eine Vene (intravenöser Zugang), das Sie tief entspannt — Sie atmen selbständig, sind ansprechbar und nehmen den Eingriff in der Regel kaum oder gar nicht bewusst wahr.

Bei einer Vollnarkose werden Sie hingegen in einen tieferen, kontrollierten Schlaf versetzt, in dem die Atmung über ein Beatmungsgerät unterstützt wird.

Beide Verfahren bieten wir bei PAR an — welche Form in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt vom Eingriff, Ihrer Gesundheitssituation und Ihrem persönlichen Wunsch ab.

Beim Dämmerschlaf erinnern sich die meisten nach dem Eingriff kaum oder gar nicht an die Behandlung — viele empfinden den Zustand wie einen leichten, traumartigen Schlaf. Bei einer Vollnarkose sind Sie vollständig bewusstlos und nehmen vom Eingriff nichts wahr. In beiden Fällen erwachen Sie ohne aktive Erinnerung an die Behandlung.

Sowohl Dämmerschlaf als auch Vollnarkose bringen medizinische Risiken mit sich — etwa allergische Reaktionen, Kreislaufschwankungen oder Atemfunktionsstörungen. Die Risiken einer Vollnarkose sind insgesamt höher und erfordern eine umfangreichere Überwachung. Genau deshalb werden bei beiden Verfahren Atmung, Puls und Blutdruck während des gesamten Eingriffs medizinisch überwacht. Alle relevanten Risiken besprechen wir vor dem Eingriff offen mit Ihnen.

Vor einer Vollnarkose müssen Sie nüchtern sein — in der Regel mehrere Stunden vorher nichts essen und trinken. Vor einem Dämmerschlaf ist dagegen eine leichte Mahlzeit erlaubt.

Die genauen Vorgaben für Ihren Fall teilen wir Ihnen rechtzeitig vor dem Termin mit. Aktuelle Medikamente, Allergien und Vorerkrankungen klären wir vorab. Wichtig: Sie dürfen am Behandlungstag und in den 24 Stunden danach nicht selbst Auto fahren und sollten keine wichtigen Entscheidungen treffen — bitte planen Sie eine Begleitperson für den Heimweg ein.

Nach einem Dämmerschlaf können die meisten nach etwa einer Stunde Beobachtungszeit in Begleitung nach Hause. Nach einer Vollnarkose ist die Beobachtungszeit deutlich länger — oft mehrere Stunden. An den Rest des Tages sollten Sie sich Ruhe gönnen und keine Maschinen bedienen. Am nächsten Tag fühlen sich die meisten wieder fit — wie schnell, hängt von Form und Dauer des Eingriffs und Ihrer individuellen Reaktion ab.

In manchen Fällen sind diese Verfahren nicht oder nur eingeschränkt geeignet — etwa bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schweren Atemwegserkrankungen oder Unverträglichkeiten gegen die verwendeten Medikamente. Ob und welche Form in Ihrer Situation möglich ist, klären wir im Vorgespräch anhand Ihrer Gesundheitssituation und besprechen sinnvolle Alternativen.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Dämmerschlaf oder Vollnarkose in der Regel nicht. Bei besonderen medizinischen Gründen — etwa stark ausgeprägter Behandlungsangst oder bestimmten Vorerkrankungen — kann ein Antrag bei der Krankenkasse sinnvoll sein. Was in Ihrem Fall infrage kommt, besprechen wir vor dem Eingriff transparent.

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