Knochenaufbau
Das Wichtigste im Überblick
Hier finden Sie die wichtigsten Punkte zum Knochenaufbau auf einen Blick.
Knochenaufbau ergänzt fehlende Knochensubstanz im Kiefer, damit ein Implantat dort sicher verankert werden kann.
- fehlender Knochen
- ergänzter Aufbau
- stabile Grundlage
Knochenaufbau kann sinnvoll sein, wenn der Kiefer zu wenig Knochen für ein stabiles Implantat hat.
- Knochen zurückgegangen
- vor einer Implantation
- Voraussetzung fehlt
Ziel ist eine tragfähige Knochengrundlage — für einen sicheren, langfristigen Halt des Implantats und einen stabilen Kiefer.
- tragfähiger Knochen
- sichere Verankerung
- langfristiger Halt
Welches Verfahren passt und wie lange die Heilung dauert, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Mit körpereigenem Knochen heilt der Aufbau in der Regel zügig — oft kann das Implantat nach etwa drei Monaten gesetzt werden.
- verschiedene Verfahren
- individuelle Planung
- Heilung braucht Zeit
Wann Knochenaufbau sinnvoll sein kann
Knochenaufbau kommt vor allem dann infrage, wenn der Kiefer nicht genug Substanz für ein stabiles Implantat hat.
Knochenaufbau kann sinnvoll sein:
Vorher wichtig zu klären ist:
So läuft die Behandlung ab
Von der ersten Einschätzung bis zur eingeheilten Knochengrundlage läuft die Behandlung in mehreren Schritten ab.
Zuerst klären wir, ob und in welchem Umfang ein Knochenaufbau sinnvoll ist und welches Verfahren zu Ihrer Situation passt.
Wenn nötig, werden vor dem Eingriff weitere Schritte vorbereitet — etwa eine genaue 3D-Bildgebung oder die Behandlung bestehender Entzündungen.
Der Knochenaufbau wird ambulant durchgeführt — unter lokaler Betäubung oder auf Wunsch im Dämmerschlaf.
Nach der Einheilung wird geprüft, ob die Knochengrundlage stabil ist und wann das Implantat gesetzt werden kann.
Wichtig zu wissen
Nach einem Zahnverlust bildet sich der Kieferknochen mit der Zeit zurück — das ist ein natürlicher Prozess. Auch ein Unfall oder eine Verletzung, eine Parodontitis oder eine Periimplantitis sowie lange getragene Prothesen können Knochen abbauen. Damit ein Implantat fest und langfristig stabil sitzt, braucht es ausreichend Knochen, in dem es verankert werden kann. Wenn nicht genug vorhanden ist, kann ein Knochenaufbau die Grundlage dafür schaffen.
Die Methode von Prof. Dr. F. Khoury ist ein in der Oralchirurgie etabliertes Verfahren zum Knochenaufbau. Dabei werden dünne körpereigene Knochenscheiben aus dem hinteren Unterkiefer entnommen und am Aufbauort verschraubt. Durch die besondere Aufbereitung bringt der körpereigene Knochen alle wichtigen Eigenschaften für die Knochenregeneration mit:
Er enthält lebende Knochenzellen, dient zugleich als Leitstruktur für neuen Knochen und regt dessen Bildung an (fachlich: Osteogenese, Osteokonduktion und Osteoinduktion). Deshalb heilt der Aufbau in der Regel gut und zuverlässig ein und bleibt langfristig stabil. Dr. Doliveux hat diese Technik direkt bei Prof. Khoury erlernt und wendet sie regelmäßig an.
Neben der Khoury-Methode gibt es weitere Verfahren, die sich in Umfang und Aufwand unterscheiden. Bei kleineren Lücken wird der Knochen direkt am Kieferkamm aufgebaut. Im seitlichen Oberkiefer kommt häufig ein sogenannter Sinuslift infrage, bei dem der Boden der Kieferhöhle angehoben wird.
Je nach Verfahren kommen körpereigener Knochen, Knochenersatzmaterial oder eine Kombination zum Einsatz, oft zusammen mit einer feinen Membran, die die Heilung schützt. Welches Verfahren in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir im Beratungstermin.
Der Eingriff selbst wird unter lokaler Betäubung oder auf Wunsch im Dämmerschlaf durchgeführt. In den ersten Tagen danach können Schwellungen, ein Druckgefühl oder leichte Beschwerden auftreten — ähnlich wie nach anderen oralchirurgischen Eingriffen. Übliche Schmerzmittel reichen in der Regel aus. Was Sie konkret erwartet, hängt vom Umfang des Eingriffs ab und besprechen wir vorab.
Die Heilungszeit hängt vom Verfahren und vom Umfang des Aufbaus ab. Mit körpereigenem Knochen — etwa nach der Khoury-Methode — kann das Implantat oft schon nach etwa drei Monaten gesetzt werden. Bei umfangreicheren Aufbauten oder anderen Verfahren können sechs bis neun Monate nötig sein, bevor der Knochen ausreichend stabil ist. Die genaue Zeit klären wir individuell — auch im Hinblick auf den weiteren Behandlungsplan.
In manchen Fällen ja, in anderen nicht. Wenn die Ausgangssituation es zulässt, kann das Implantat im selben Eingriff gesetzt werden wie der Knochenaufbau. Bei stärkerem Knochenverlust ist es oft sinnvoller, den Aufbau zuerst einheilen zu lassen und das Implantat anschließend zu setzen. Was in Ihrem Fall medizinisch sinnvoll ist, klären wir nach der Untersuchung. Mehr dazu: Implantologie.
Knochenaufbauten heilen in der Regel ohne Komplikationen ein. Selten kommt es vor, dass der Aufbau nicht im gewünschten Umfang einwächst. In diesem Fall wird die Situation neu beurteilt und das weitere Vorgehen gemeinsam mit Ihnen besprochen — eine erneute Behandlung oder ein anderes Verfahren ist dann möglich. Wir besprechen vorab offen, womit Sie rechnen können.
Die Kosten eines Knochenaufbaus hängen vom Umfang, dem gewählten Verfahren und dem verwendeten Material ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Knochenaufbauten in der Regel nicht oder nur in eng begrenzten Ausnahmefällen. Im Beratungstermin erstellen wir Ihnen einen detaillierten, schriftlichen Kostenplan, bevor eine Entscheidung getroffen wird.