Sinuslift — Kieferhöhlenaufbau
Das Wichtigste im Überblick
Hier finden Sie die wichtigsten Punkte zum Sinuslift auf einen Blick.
Beim Sinuslift wird der Boden der Kieferhöhle angehoben, um Platz für neuen Knochen und ein Implantat zu schaffen.
- Knochenaufbau im Oberkiefer
- Kieferhöhlenboden anheben
- Grundlage für Implantat
Wenn im seitlichen Oberkiefer zu wenig Knochenhöhe für ein Implantat vorhanden ist.
- seitlicher Oberkiefer
- zu wenig Knochenhöhe
- vor einer Implantation
Beim internen Sinuslift erfolgt der Zugang durch das spätere Implantatbett, beim externen durch ein kleines Fenster in der seitlichen Kieferhöhlenwand.
- intern: kleinerer Zugang
- extern: größerer Aufbau möglich
- Wahl je nach Situation
Welches Verfahren passt, hängt von der vorhandenen Knochenhöhe und dem geplanten Implantat ab. Heilung braucht Zeit.
- individuelle Wahl
- Heilungszeit nötig
- Schonung der Kieferhöhle
Wann ein Sinuslift sinnvoll sein kann
Ein Sinuslift kommt vor allem dann infrage, wenn im seitlichen Oberkiefer die Knochenhöhe für ein Implantat nicht ausreicht.
Ein Sinuslift kann sinnvoll sein:
Vorher wichtig zu klären ist:
So läuft die Behandlung ab
Von der ersten Beurteilung bis zur abgeschlossenen Heilung läuft der Sinuslift in mehreren Schritten ab.
Zuerst beurteilen wir mit einer 3D-Bildgebung Knochenhöhe, Kieferhöhle und geplante Implantatposition — und wählen das passende Verfahren.
Wenn nötig, werden vor dem Eingriff weitere Schritte vorbereitet — etwa die Abklärung der Kieferhöhle oder die Behandlung bestehender Entzündungen.
Der Sinuslift wird ambulant durchgeführt — unter lokaler Betäubung oder auf Wunsch im Dämmerschlaf. Beim internen Verfahren erfolgt der Zugang durch das Implantatbett, beim externen über ein kleines Fenster in der seitlichen Kieferhöhlenwand.
Nach der Einheilung wird geprüft, ob der aufgebaute Knochen stabil ist und wann das Implantat gesetzt werden kann — manchmal direkt, manchmal in einem zweiten Termin.
Wichtig zu wissen
Die Kieferhöhlen sind luftgefüllte Räume im Oberkiefer, links und rechts oberhalb der Backenzähne. Sie sind mit einer dünnen Schleimhaut ausgekleidet und gehören zu den Nasennebenhöhlen. Nach einem Zahnverlust im Oberkiefer schrumpft der Knochen — die Kieferhöhle reicht dann oft tiefer hinab und es bleibt zu wenig Höhe, um ein Implantat sicher zu verankern.
Beim internen Sinuslift erfolgt der Zugang über das spätere Implantatbett — der Eingriff ist kleiner und meist mit der Implantation in einer Sitzung kombinierbar. Er eignet sich, wenn nur wenig zusätzliche Höhe nötig ist.
Beim externen Sinuslift wird ein kleines Fenster in die seitliche Kieferhöhlenwand präpariert — über diesen Zugang lässt sich deutlich mehr Knochen aufbauen. Welches Verfahren in Ihrem Fall passt, entscheiden wir anhand der 3D-Bildgebung.
Der Eingriff selbst wird unter lokaler Betäubung oder auf Wunsch im Dämmerschlaf durchgeführt. In den Tagen danach können Schwellungen, ein Druckgefühl in der Wange oder leichte Beschwerden auftreten — bei einem externen Sinuslift in der Regel stärker als bei einem internen. Übliche Schmerzmittel reichen meist aus. Was Sie konkret erwartet, besprechen wir vorab.
Die Heilungszeit hängt vom Verfahren und vom Aufbauvolumen ab. Nach einem internen Sinuslift wird oft direkt implantiert, die Gesamtheilung läuft dann parallel zur Implantateinheilung über drei bis vier Monate.
Nach einem externen Sinuslift sind häufig sechs bis neun Monate Einheilung nötig, bevor das Implantat gesetzt oder belastet werden kann. Mehr zum Thema Heilung und Verfahren: Knochenaufbau.
Die wichtigste Besonderheit ist die dünne Schleimhaut der Kieferhöhle — sie kann beim Anheben einreißen. In den meisten Fällen lässt sich das während des Eingriffs versorgen und beeinträchtigt das Ergebnis nicht. Allgemeine Risiken wie Schwellungen, Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen kommen wie bei jedem oralchirurgischen Eingriff vor. Selten kann es zu einer Kieferhöhlenentzündung kommen. Alle Risiken besprechen wir vor dem Eingriff offen mit Ihnen.
In den ersten zwei Wochen sollten Sie nicht schnäuzen, nicht tauchen, nicht fliegen und stark körperliche Anstrengung vermeiden — alles, was Druck in der Kieferhöhle erzeugt. Niesen Sie mit offenem Mund. Auf das Rauchen sollten Sie in der Heilphase verzichten, da es die Wundheilung deutlich verschlechtert. Sie erhalten alle Hinweise schriftlich mit nach Hause.
Die Kosten hängen vom Verfahren (intern oder extern), vom Aufbauvolumen und vom verwendeten Material ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Sinuslift-Behandlungen in der Regel nicht oder nur in eng begrenzten Ausnahmen. Im Beratungstermin erstellen wir Ihnen einen detaillierten, schriftlichen Kostenplan, bevor eine Entscheidung getroffen wird.