Periimplantitis Implantat-Erkrankung

Eine Periimplantitis ist eine Entzündung des Gewebes rund um ein Implantat. Früh erkannt lässt sie sich in vielen Fällen gut behandeln — entscheidend sind eine genaue Diagnostik und ein angepasstes Vorgehen. Bei PAR werden diese Behandlungen von Fachärzten für Oralchirurgie geplant und durchgeführt.

Das Wichtigste im Überblick

Hier finden Sie die wichtigsten Punkte zur Periimplantitis auf einen Blick.

01
Worum es geht

Eine Periimplantitis ist eine bakterielle Entzündung am Implantat, die unbehandelt zum Verlust von Knochen und Implantat führen kann.

  • Entzündung am Implantat
  • bakterielle Ursache
  • behandelbar
02
Wann behandeln

Sobald Zeichen einer Entzündung erkennbar sind — Zahnfleischbluten, Druckschmerz oder Knochenabbau im Röntgenbild.

  • Zahnfleischbluten
  • Druckschmerz
  • Knochenabbau
03
Was das Ziel ist

Ziel ist es, die Entzündung zu stoppen, das Implantat zu erhalten und den Knochen zu stabilisieren.

  • Entzündung stoppen
  • Implantat erhalten
  • Knochen stabilisieren
04
Was Sie wissen sollten

Früherkennung verbessert die Erfolgsaussichten deutlich. Ihre Mitwirkung — vor allem bei der Mundhygiene — ist entscheidend.

  • Früherkennung wichtig
  • Mundhygiene entscheidend
  • Nachsorge nötig

Wann eine Behandlung sinnvoll ist

Eine Periimplantitis sollte behandelt werden, sobald sich Entzündungszeichen zeigen — je früher, desto besser sind die Aussichten.

Eine Behandlung ist sinnvoll:

Bei Zahnfleischbluten oder Schwellung am Implantat
Bei Druckschmerz oder unangenehmem Gefühl beim Kauen
Bei sichtbarem Knochenabbau im Röntgenbild
Bei vertieften Zahnfleischtaschen rund um das Implantat

Vorher wichtig zu klären ist:

Wie weit die Entzündung bereits fortgeschritten ist
Ob bereits Knochen verloren gegangen ist
Welche Risikofaktoren vorliegen (z. B. Rauchen, Diabetes)
Wie die häusliche Mundhygiene verbessert werden kann

So läuft die Behandlung ab

Vom Befund bis zur Nachsorge läuft die Behandlung in mehreren Schritten ab — abhängig vom Stadium.

01
Diagnostik und Stadiumsbestimmung

Zuerst beurteilen wir mit Untersuchung und Röntgendiagnostik, wie weit die Entzündung fortgeschritten ist und wie viel Knochen betroffen ist.

02
Nicht-chirurgische Behandlung

Im frühen Stadium reicht oft eine gründliche professionelle Reinigung der Implantatoberfläche, ergänzt um antiseptische Spülungen und eine optimierte Mundhygiene zu Hause.

03
Chirurgische Behandlung bei Bedarf

Wenn die Entzündung tiefer reicht, wird das Implantat operativ freigelegt und die Oberfläche gereinigt. Bei stärkerem Knochenverlust kann ein begleitender Knochenaufbau sinnvoll sein.

04
Nachsorge

Regelmäßige Kontrollen und professionelle Reinigungen sind entscheidend, um ein erneutes Auftreten zu vermeiden.

Wichtig zu wissen

Typische Zeichen sind Zahnfleischbluten beim Putzen, gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch rund um das Implantat, ein unangenehmes Druckgefühl beim Kauen oder ein leichter Mundgeruch. Im fortgeschrittenen Stadium kann das Implantat locker werden. Da frühe Stadien oft schmerzfrei verlaufen, ist die regelmäßige Kontrolle der wichtigste Weg, eine Periimplantitis rechtzeitig zu erkennen.

Eine Mukositis ist eine Entzündung, die nur das Zahnfleisch betrifft — der Knochen ist noch nicht angegriffen. In diesem Stadium ist die Entzündung in der Regel vollständig rückbildbar, wenn rechtzeitig behandelt wird.

Eine Periimplantitis liegt vor, sobald auch der Knochen rund um das Implantat abgebaut wird. Sie ist deutlich schwerer zu behandeln und der bereits verlorene Knochen kommt meist nicht vollständig zurück.

Das hängt vom Stadium ab. Im frühen Stadium lässt sich die Entzündung in vielen Fällen stoppen und das Implantat erhalten. Bei fortgeschrittenem Knochenverlust ist der Ausgang weniger sicher — manchmal kann das Implantat trotz Behandlung nicht gerettet werden. In diesem Fall besprechen wir mit Ihnen, ob nach der Heilung ein neues Implantat möglich ist, gegebenenfalls in Verbindung mit einem Knochenaufbau.

Die wichtigsten Risikofaktoren sind unzureichende Mundhygiene, Rauchen, schlecht eingestellter Diabetes und eine Vorgeschichte mit Parodontitis. Auch eine ungünstige Implantatposition oder schlecht zu reinigender Zahnersatz kann das Risiko erhöhen. Wer mehrere dieser Faktoren mitbringt, sollte besonders engmaschig zur Kontrolle kommen.

Tägliche gründliche Reinigung — auch der Zahnzwischenräume — ist die wichtigste Vorsorge. Dazu kommt eine professionelle Implantatreinigung in der Praxis, regelmäßig nach Absprache. Wenn Sie rauchen, ist Rauchstopp aus medizinischer Sicht der wirksamste Schritt zur Risikoreduktion. Bei Diabetes hilft eine gute Stoffwechseleinstellung.

Bei einer chirurgischen Behandlung bestehen die üblichen Risiken oralchirurgischer Eingriffe — Schwellungen, Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen. Zusätzlich gilt: Auch nach erfolgreicher Behandlung ist eine Periimplantitis nicht endgültig ausgeschlossen, sie kann erneut auftreten. Genau deshalb ist die strukturierte Nachsorge so wichtig.

Die Kostenübernahme bei Periimplantitis-Behandlungen ist uneinheitlich. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel nur Teile der Behandlung, oft nicht die spezifische Implantatreinigung oder regenerative Verfahren. Was in Ihrem Fall übernommen wird und welche Privatleistungen anfallen, klären wir vor der Behandlung transparent.

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